Alleinerziehende


Erholung und Entspannung für Alleinerziehende

Mal rauskommen aus dem Alltag und mit den Kindern eine unbeschwerte Woche erleben. Das war der Wunsch von 22 Alleinerziehenden mit ihren 31 schulpflichtigen Kindern. Ermöglicht hat dies erneut die Renate Gehring-Stiftung. Die besten Voraussetzungen hierfür bietet das Ferienland Salem am Kummerower See in der Mecklenburgischen Seenplatte.


Langeweile konnte nicht aufkommen. Das kam besonders den Kindern entgegen. Zahlreiche Aktionen und Aktivitäten wurden angeboten und mit großer Freude genutzt. Ob beim Wassersport mit Familiensegeln und geführter Kanutour, oder an der Kletterwand im Hochseilgarten, beim Bogenschießen oder bei der Schatzsuche. Ergänzt wurden diese Angebote mit Sport und Vergnügen bei Tischtennis, Kicker und Billard. Auch bei Backen und Malen in der Kreativwerkstatt war die Beteiligung groß. Kegelbahn, Fitnessraum, Sauna und Solarium fanden ebenfalls großen Zuspruch. Ein weiterer Höhepunkt war die Tagestour zu Karls Erlebnisdorf bei Rostock. Lieder- und Geschichtenrunden standen jeden Abend auf dem Programm und am Lagerfeuer wurde gegrillt und Stockbrot gebacken.


Einhellig großes Lob erhielt Nicole Werner, die diese Gruppe geleitet und zur Harmonie beigetragen hat. Neue Freundschaften wurden geschlossen und Adressen und Telefonnummern ausgetauscht. Vielfältigen Dank erhielt die Renate Gehring-Stiftung: „Wir haben alles mitgemacht und würden gern wieder dabei sein, wenn es möglich ist“.

 


Zeit zum Durchatmen

Hinten: Rudolf Venherm (Renate Gehring-Stiftung), Ingrid Kersting (Familienzentrum St Marien), Melanie Stitz (Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen), vorne: Angela Simon (Erziehungsberatung Caritas), Delia Spexard (SkF), Katrin Meyer (Bürgerstiftung)
Hinten: Rudolf Venherm (Renate Gehring-Stiftung), Ingrid Kersting (Familienzentrum St Marien), Melanie Stitz (Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen), vorne: Angela Simon (Erziehungsberatung Caritas), Delia Spexard (SkF), Katrin Meyer (Bürgerstiftung)

Manchmal braucht es nur wenige Stunden, um neue Kraft tanken zu können. Durchatmen und dann weiter machen - Alleinerziehende müssen oft besonders viel leisten, um im Alltag klar zu kommen. Mit einem neuen Projekt für Ein-Eltern-Familien aus Gütersloh geht nun das „Netzwerk für Alleinerziehende in der Stadt Gütersloh“ in Kooperation mit der Bürgerstiftung Gütersloh und der Renate Gehring-Stiftung an den Start. Beide Stiftungen zusammenstellen dafür rund 21.000 Euro zu Verfügung.
„Ziel dieses neuen Projekts ist es, Eltern für ein paar Stunden die Möglichkeit zu geben, an Terminen wie Elternabenden teilzunehmen oder auch mal was für sich zu tun“, sagt Katrin Meyer, Vorstand der Bürgerstiftung Gütersloh. „Das klingt für viele Menschen vielleicht nach einer simplen Angelegenheit – in Ruhe einen Termin ohne die Kinder wahr nehmen zu können“, sagt Rudolf Venherm von der Renate Gehring-Stiftung, deren Schwerpunkt die Unterstützung von Alleinerziehenden ist. „Doch für Alleinerziehende stellt sich meistens sofort die entscheidende Frage: Und wer kümmert sich in der Zeit um die Kinder?“ 

Genau an diesem Punkt könnte das neue Projekt „Durchatmen“ Hilfe leisten: Qualifizierte Babysitter kümmern sich stundenweise um die Kinder der teilnehmenden Familien und schaffen so frei gestaltbare Zeiträume für die alleinerziehenden Väter oder Mütter. Haushalt, Kindererziehung und die Sicherung der Existenz stellen viele Alleinerziehende vor große Herausforderungen. „Die Dreifachbelastung kann zu psychosozialen und gesundheitlichen Problemen führen, die sich negativ auf die Kinder auswirken“, sagt Delia Spexard vom Sozialdienst katholischer Frauen (SKF), die das neue Projekt koordiniert.
Über 2.000 Alleinerziehende leben nach den Zahlen des letzten Familienberichts im Stadtgebiet Gütersloh. Eine Gruppe, die der besonderen Aufmerksamkeit und Unterstützung bedarf. Fachkräfte aus verschiedenen Beratungs-Einrichtungen und -Institutionen haben sich darum zusammengeschlossen, um sich für die Belange von Alleinerziehenden einzusetzen und ihre Lebenssituation zu verbessern.
Eine Untergruppe des Netzwerks hat das neue Projekt „Durchatmen“ entwickelt: Sie besteht aus Melanie Stitz, Netzwerkkoordinatorin der Frühen Hilfen der Stadt Gütersloh, Angela Simon, Erziehungsberaterin bei der Caritas, Ingrid Kersting, Leiterin des Familienzentrums St. Marien und Delia Spexard vom SkF.
„Jetzt möchten wir für die zweijährige Pilotphase zehn Alleinerziehende aus Gütersloh einladen, an dem für sie kostenlosen Projekt teilzunehmen“, sagt Delia Spexard. Die Betreuungspersonen für die Kinder der Alleinerziehenden wurden vorab geschult und bereits teilweise an Ein-Elternfamilien vermittelt.

Weitere Informationen zum Projekt erteilt Delia Spexard vom SkF unter 05241-9618519.


Entspannung und Erholung am Kummerower See

Eine von der Sonne begleitete unbeschwerte Woche haben 20 Alleinerziehende mit ihren 32 Kindern in den Herbstferien in der Mecklenburgischen Schweiz erlebt. Das Ferienland Salem – direkt am Kummerower See gelegen – bietet dafür mit Ausstattung, Verpflegung und Angeboten für die Freizeitgestaltung die besten Voraussetzungen. Ermöglicht hat dies erneut die Renate Gehring-Stiftung, die  dieses Angebot den Alleinerziehenden seit Jahren macht.

„Ich kann nur jedem, dem ein solches Angebot gemacht wird, empfehlen mitzufahren. Die Woche war für meinen Sohn und für mich spannend, erlebnisreich und mit viel Spaß verbunden; einfach toll und besonders erholsam“,  so Stefan -alleinerziehender Vater-. Unter der bewährten Leitung von Nicole Werner entwickelte sich schnell eine gute Gemeinschaft mit viel Aktivitäten in der Natur: Zur Kletterwand, zum Bogenschießen oder einfach nur zum Wandern und Radeln, um die gute Seeluft voll auszukosten. Begeistert waren alle von der geführten Kanuwanderung und dem Familiensegeltörn. Ein besonderes Abenteuer war die Kletterpartie im bis zu 40m hohen Baum-Pfad an den 1000jährigen Eichen in Ivenack.

In der Kreativwerkstatt des Ferienzentrums wurde gebastelt, gemalt und gebacken. Höhepunkte im Ausflugsprogramm waren die gemeinsamen Fahrten mit dem Bus zu einem nach Stralsund verbunden mit dem Besuch des Meeresmuseums „Ozeaneum“ und der Besichtigung des im Hafen liegenden Segelschulschiffs „Gorch Fock“ und zum anderen zu „Karls Erlebnis-Dorf“ in Rövershagen.

Abends gab es Lieder- und Geschichtenrunden und es wurde am Lagerfeuer gegrillt und Stockbrot gebacken.
Diese Erlebnisse haben Nachwirkungen: Neue Freundschaften wurden geschlossen und in einer Whats-App-Gruppe halten sich die Teilnehmer auf dem Laufenden.

„Wenn wir dürfen wären wir sehr gern wieder dabei“, ließen die Teilnehmer/innen die Renate Gehring-Stiftung wissen und übermittelten mit einer Grußkarte aus der Mecklenburgischen Schweiz ihre Freude und Dankbarkeit. Zusätzlich erhielt die Stiftung bei der Rückkehr ein Dankeschön in Form einer gemalten und gerahmten Leinwand.


Familienzeit auf Spiekeroog


„Eine tolle Woche losgelöst von Alltagssorgen gemeinsam mit meinen Kindern erlebt“, freute sich Anja „und das auf dieser schönen autofreien Insel“. Eingeladen von der Renate Gehring-Stiftung haben Anfang Juli 22 Alleinerziehende mit ihren 28 noch nicht schulpflichtigen Kindern eine unbeschwerte Ferienwoche im Haus Wolfgang auf Spiekeroog erlebt. Idyllisch im Schutzgebiet an den Dünen gelegen bietet das Haus Wolfgang für Familien beste Voraussetzungen. Das freundliche Personal sorgte für eine gute Atmosphäre im Haus und verwöhnte mit schmackhaftem und abwechslungsreichem Essen.

Die Ferienwoche wurde von Larissa Lakämper und Felix Kupferschmidt geleitet. Diese hatten wieder viele abwechslungsreiche Aktivitäten geplant und vorbereitet. Mit großer Begeisterung wurde bei Kutterfahrt, Burgen bauen am Strand, Stockbrotbacken auf der Terrasse, Bemalen von T-Shirts und Taschen oder Gestaltung von Sand-Kleister-Matsch-Bildern mitgemacht. Wer wollte konnte aber auch einfach nur die Seele baumeln lassen. Schnell wurde aus der Gruppe eine harmonische Gemeinschaft. Neue Kontakte wurden geknüpft und Freundschaften geschlossen. Es bestand ausgiebig Gelegenheit sich auszutauschen ohne dabei die Kinder auf dem großen Spielplatz des Hauses aus den Augen zu verlieren. Diese nutzten miteinander die vielen Spielmöglichkeiten. Mit Begeisterung waren sie auch jeden Abend bei der Lieder- und Geschichtenrunde mit Larissa und Felix dabei.

Der Abschied von der Insel fiel allen sehr schwer. „Es war eine wunderschöne Woche, die mir fast wie 1 Tag vorkam“, so Beata, „ich habe neue Kontakte knüpfen können und viel Kraft gewonnen."


Alleinerziehende auf Spiekeroog


Eine unbeschwerte Woche haben jetzt 23 Alleinerziehende mit ihren 27 nichtschulpflichtigen Kindern im Haus Wolfgang auf Spiekeroog erlebt. Bereits zum 12. Mal hatte die Renate Gehring-Stiftung eine kostenlose Ferienfreizeit Alleinerziehenden auf der Nordsee-Insel ermöglicht. Zusätzlich hat die Osthushenrich-Stiftung einen Zuschuss zu den Aufwendungen für die Kinder bewilligt.

"Das Haus Wolfgang ist für mich und meinen Sohn ideal geeignet, um einen schönen Urlaub unbeschwert zu verbringen", schwärmt Britta Thormann. "Das Haus liegt auf der autofreien Insel mitten in den Dünen, mit idealem Spielplatz sowie Strand und Meer vor der Haustür." Zum Wohlfühlen trug natürlich die Küche mit schmackhaftem Essen bei. Auch wenn nicht immer die Sonne schien, konnte doch jeder Tag mit den Kindern im Freien verbracht werden.

Die Leitung der Freizeit lag in den bewährten Händen von Larissa Lakämper mit ihrem Sohn Johann und Felix Kupferschmidt mit Tochter Hanna. Diese hatten für jeden Tag Angebote parat, die die Gemeinschaft förderten und zu gemeinsamen Aktivitäten anspornten. In einer Kennenlernrunde wurden Namenschilder gemalt und Steckbriefe mit Fotos erstellt. Holzboote wurden gebastelt, mit Wasserfarbe angemalt und versiegelt. Die Boote kamen am Strand zum Einsatz, und zwar in Verbindung mit Burgen und Wassergräben bauen.Mit gesammelten Naturmaterialien wurden Sand-Kleister-Bilder, Teelichter und Muschelketten gebastelt. Aber auch das Bemalen von T-Shirts und Taschen bereitete Freude.

Ein Dorfspaziergang allein für die Kinder mit Aufsuchen des Piratenspielplatzes wurde gern genutzt. Gleichzeitig waren die Mütter zu einem Erkundungsgang weiterer Teile der Insel und des Strandes eingeladen.

Nach dem Abendessen gab es jeden Tag eine Geschichtenrunde mit anschließendem Singen verbunden mit Fingerspielen.Es bestand aber auch Gelegenheit, auf eigene Faust etwas zu unternehmen oder einfach nur zu faulenzen und die Seele baumeln zu lassen.

"Diese Woche war echt super. Das war mein erster Urlaub, in dem ich mich rundherum erholen konnte", so Anja Carpentier. Die Teilnehmer bildeten eine harmonische Gemeinschaft. Ausgiebige Gespräche unter Gleichbetroffenen führten zu neuen Kontakten. Die Kinder wollten gar nicht mehr von der Insel.


Eltern-Kind-Gruppen


Mit 3.000 € fördert die Renate Gehring-Stiftung die beiden Eltern-Kind-Gruppen des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF). Diese Gruppen sind besonders geeignet für Alleinerziehende, Menschen mit geringen Deutschkenntnissen und Flüchtlinge. Das Vorstandsmitglied Rudolf Venherm hat sich nun vor Ort über den Erfolg des Angebotes überzeugt."Während die kleinen Besucher im Bällebad toben, tauschen sich die Eltern aus und bereiten gesunde Snacks für ihre Kinder vor", berichteten Sabine Stricker, Sozialpädagogin und Gruppenleiterin, sowie Astrid Peters, Geschäftsführerin, vom Geschehen in den beiden Gruppen.

Da einige Teilnehmer nun im Kindergarten aufgenommen werden, hat der Treff ab sofort wieder Plätze zu vergeben. Der SkF lädt deshalbg alle interessierten Mütter und Väter mit ihren Kindern von 0 bis 3 Jahren zur Teilnahme ein. Die Eltern-Kind-Gruppen finden jeweils montags und dienstags von 10 bis 11.30 Uhr im Franziskus-Haus, Unter den Ulmen 23 in Gütersloh statt.

Im Vordergrund des Eltern-Kind-Treffs stehen für die Mütter und Väter der Erfahrungsaustausch untereinander und die Gelegenheit, neue Spiele und kreative Ideen kennenzulernen. Die Kinder lernen nicht nur andere Gleichaltrige kennen, sondern sammeln auch neue Spielerfahrungen, erlernen soziales Verhalten in einer Gruppe und stärken ihre motorischen Fähigkeiten. Informationen gibt es beim SkF, Unter den Ulmen 23, Gütersloh, Telefon 05241/16125 und im Internet unter www.skf-guetersloh.de